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Umstrittenes Computerspiel: DDR-Flüchtlinge werden von Grenzsoldaten erschossen

    Ein Student einer Karlsruher Hochschule hat ein Computerspiel mit dem Namen 1.378 Kilometer entwickelt, was bei der Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit helfen soll, doch viele Poltiker sehen es als geschmacklosen Ego Shooter.



    Wie 24h-tipp.de berichtet, droht dem Spiel nun sogar ein Verbot, was eigentlich am 3. Oktober hätte veröffentlicht werden sollen. Die Hochschule wollte es dann zum kostenlosen Download freigeben, sieht sich aber nun mit massiver Kritik konfrontiert, hält aber trotzdem zu seinem 23-jährigen Studenten.

    In dem Spiel kann man sich entweder in die Rolle eines Flüchtlings oder in die Rolle eines Grenzsoldaten versetzen. Als Flüchtling hat man lediglich die Aufgabe, irgendwie die Grenze zu überqueren, als Grenzsoldat hat man da mehr Möglichkeiten und kann die Flüchtlinge eben auch erschießen, aber auch verhaften oder gewähren lassen. Das Schießen erfolgt aus der Ego-Perspektive, weshalb die Kritiker finden, dass es einfach nur Geballere wäre und man damit die Opfer von damals verhöhnt.

    Gedacht ist es aber, um auch junge Menschen an die Geschichte heranzuführen und da seien Computerspiele das beste Medium, so die Hochschule. Es geht auch nicht nur um Abschießen, sondern bekäme man Strafpunkte und wird mit den damaligen poltischen Spannungen konfrontiert. Es steckt mehr Konzept dahinter, als die Kritiker vielleicht glauben.


    Eva am 30.09.2010 |   ddr deutschland berliner mauer ego shooter
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